Das Monochord - ein uraltes Instrument neu entdeckt!

Das Monochord (griech. monos: einzeln, chorde: Saite) geht in seiner Geschichte bis auf den griechischen Philosophen Pythagoras zurück. Dieser hat an diesem Instrument (mit damals nur einer Saite) mathematische und physikalische Studien durchgeführt und so die Teilungsverhältnisse von Saiten analysiert. Ergebnis dieser Studien war unter anderem die Entdeckung der sogenannten Obertonreihe, welche man gewissermaßen als das "Naturgesetz" aller Klänge bezeichnen kann.

In der Folgezeit wurde die einzelne Saite zu achtzehn oder mehr Saiten aufgedoppelt, über die man mit den Fingern sanft und gleichmäßig streicht. Der Klang, der dabei entsteht ist von unbeschreiblicher Schönheit! Das feine Erklingen von unterschiedlichen Obertönen in Kombination mit dem sonoren Grundton zieht jeden Zuhörer sofort in seinen Bann.

Durch die entspannende und heilende Wirkung des Instruments, wird es auch sehr häufig im Bereich der Klangtherapie und bei Meditationen eingesetzt.

 

 

 

 

 

Überraschenderweise ist dieses fazinierende Instrument weitestgehend unbekannt und auch ich habe erst im Januar 2012 erstmals davon gehört. Hochinteressiert besuchte ich zunächst einen Grundkurs im Spielen des Instruments und baute im Februar bei Jan Dosch (einem der bekanntesten Monochordbauern in Deutschland) mein eigenes Instrument.

Im Vergleich zu den alten Instrumenten wurde der Aufbau weiter modifiziert, so dass dem Spieler zwei Spielseiten zur Verfügung stehen: das klassische Monochord und eine Seite, die sich in eine japanische Koto (Melodie) und eine indische Tanpura (als Bordun) aufteilt.

Die Bezeichnung für diese Kreuzung ist KOTAMO: KOto-TAnpura-MOnochord

 

Auf diese Weise ergeben sich unzählige Spielmöglichkeiten und faszinierende Klangdimensionen!

 

Seitdem ist das Monochord fester Bestandteil meiner musikalischen Praxis und ich setze es in vielen meiner Projekten bereichernd ein.

 

In den Sommermonaten können Sie mich im Dianatempel im Münchner Hofgarten spielen hören und sich Zeit nehmen, um dort etwas zu verweilen und die entspannende Wirkung des Monochords zu genießen.

 

Hörbeispiele gibt's hier!

 

Monochordkonzert im Dianatempel